Ergonomie am Arbeitsplatz
Die Problematik der sitzenden Körperhaltung liegt in erster Linie darin, dass das Becken beim Übergang vom Stehen zum Sitzen die Tendenz aufweist, nach hinten zu drehen.
Diese Beckenrotation bewirkt, dass aus der natürlichen Krümmung der Lendenwirbelsäule eine „Rundrückenhaltung“ wird.
Das Sitzen mit einem „offenen“ Sitzwinkel (> 90° zwischen Oberkörper und Oberschenkel) bewirkt eine perfekt ausbalancierte Haltung,eine natürliche Krümmung der unteren Wirbelsäule, einen aufgerichteten Oberkörper, eine bessere Reichweite der Arme sowie mehr Platz für den Bauch, mehr Raum für die inneren Organe und eine tiefere Atmung.
Wie wichtig bewusstes und dynamisches Sitzen für unseren Körper ist, haben wir im vorangegangenen Kapitel gezeigt. Aber auch noch so 'gesundes' Sitzen ändert nichts an der Tatsache, dass wir generell zuviel sitzen.
Aus dieser Erkenntnis heraus gewinnen Sitz-Stehkonzepte in der gesamten Arbeitswelt und insbesondere am Büro- und Bildschirmarbeitsplatz immer mehr an Bedeutung.
Die Haltungsvariabilität zwischen Stehen und Sitzen ist einfach ungleich größer als zwischen den verschiedenen Sitzhaltungen. Aufstehen stimuliert das Herz-Kreislaufsystem, entlastet die Bandscheiben und bewegt die Haltungsmuskulatur.
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